von Armin und Ilona

Die Grundsubstanz

Das ursprüngliche Haus stammt aus dem Jahre 1777, und wir nennen es den Alten Teil.  Die Grundlage ist Fachwerk mit Bruchsteinen und Lehm. Allerdings sieht man das nicht, da das Haus verputzt ist. Auch dieser Putz ist schon sehr alt.

Vor ca. 100 Jahren baute man auf der Straßenseite an und erweiterte das Haus um etwa ein Drittel. Dabei entfernte dort man die ehemaligen Außenwände.  Als Baumaterial verwendete man Ziegelsteine, die damals erst drei Löcher besaßen.

Auch den unteren Ökonomieteil baute man mit Ziegelsteinen zu. Davor waren dort vermutlich Holzbretter.

Ebenfalls vor etwas 100 Jahren baute man die Scheune aus, deren ursprüngliche Mauern aus dicken Bruchsteinen besteht. Für den Ausbau verwendete man wieder Ziegelsteine, und stockte die Scheune damit hoch.

In den sechziger Jahren erweiterte man die Scheune nochmals um ein Drittel und verwendete dafür Beton und Betonsteine. Das Dach wurde einfach angebaut und der Dachstuhl so belassen. Man verwendete die Scheune intensiv zur Viehhaltung mit Kühen und Schweinen. Diese Einrichtung ist heute noch vorhanden. Die Landwirtschaft hier wurde aber bald aufgegeben, und die Bauern zogen woanders hin.

In den siebziger und achtziger Jahren übernahm der Vorbesitzer das Anwesen. Er ließ verschiedene Renovierungsarbeiten durchführen: zwei Bäder wurden angebaut, die Wände mit Rigips-Platten versehen, in den Wohnzimmern Laminat verlegt, die Fenster wurden ausgetauscht mit Doppelfenstern aus Holz. Das Haus wurde in zwei Wohnungen aufgeteilt und mit Holzspanplatten abgeteilt. Mehrere Jahre wurde die obere Wohnung vermietet. Im EG wohnte der Besitzer selbst.

Vor ca. sieben oder acht Jahren wollte er unbedingt zwei Solarzellen auf dem Dach haben für heißes Wasser, zusätzlich zur neuen Gasheizung. Da das Dach morbide und morsch war und die Handwerker sich weigerten, es zu betreten, entschloss er sich kurzerhand, das Dach des Haupthauses zu erneuern.

Einige Böden sind etwas schief, aber das war wohl immer so. An wenigen Stellen fiel der Putz ab. Das Haus war lange nicht bewohnt, also war es feucht und kühl innen. Der Keller roch ein wenig mufflig, besonders im Alten Teil. Aber Schimmel oder Pilz in den Mauern fanden wir nicht.

Die Grundsubtanz war im Großen und Ganzen gut, die Heizung und das Dach waren neu, nur die Fenster mussten mittelfristig ausgetauscht werden, da der Fensterkit schon kaputt war.

Die Wohnung im OG mit 80 qm war mit einfachen Renovierungsarbeiten bewohnbar, und das reichte uns erst mal (wir sind ein Paar über 50).